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Zwillingsschwangerschaft

 
Eine Schwangerschaft bedeutet für den Körper Schwerstarbeit. Wenn eine Frau Zwillinge bekommt, gilt das umso mehr. Was jedoch nicht bedeutet, dass die Schwangere sich fortan in Watte packen muss. Solange es ihr dabei gut geht, kann sie ihren normalen Alltag leben und auch Sport treiben. Empfehlenswert sind neben Spaziergängen auch Walken oder Schwimmen.
 
Zu Beginn der Schwangerschaft ist der Frau möglicherweise häufiger übel, als wenn sie nur mit einem Kind schwanger wäre. Das liegt daran, dass der Körper auf Hochtouren läuft und sehr viele Schwangerschaftshormone produziert, um die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten und beiden Kindern gerecht zu werden. Ein hoher HCG-Wert. Ist einer der wichtigsten Auslöser für Übelkeit.


 
Wenn die Schwangerschaft voranschreitet, wird die Schwangere feststellen, dass der Bauch wesentlich früher wächst und schwer zu tragen ist. Bei einer Zwillingsschwangerschaft sollte noch mehr als bei einer normalen Schwangerschaft darauf geachtet werden, dass die Schwangere sich nicht zuviel zumutet. Übt die Frau einen körperlich anstrengenden Beruf aus und ist keine Versetzung in eine andere Abteilung möglich, kann ein Berufsverbot, welches vom Arzt attestiert wird, die Lösung sein. Der Vorteil eines Berufsverbots gegenüber einer Krankschreibung ist, dass die Frau weiterhin ihr normales Gehalt bezieht. Wird sie nur krankgeschrieben, erhält sie nach 6 Wochen das reduzierte Krankengeld.
 
Zu Hause sind genügend Ruhepausen sehr wichtig. Eine Frau, die bereits Kinder hat und mit dem Haushalt überfordert ist, kann bei der Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen. Auch sonst darf Hilfe angenommen oder eingefordert werden. Vielleicht kann die Nachbarin ein paar Einkäufe mit übernehmen, der Sohn der Freundin den Hund spazieren führen und die Oma ab und zu zum Babysitten kommen.
 
Eine Frau, die mit Zwillingen schwanger ist, muss sich nicht anders ernähren als eine Schwangere mit nur einem Baby. Die Ernährung sollte im Allgemeinen gesund und ausgewogen sein. Normalerweise weiß der Körper, was er braucht und signalisiert das dadurch, dass die Schwangere Appetit auf bestimmte Lebensmittel hat. Solange es sich dabei nicht ausschließlich um Schokolade und Kuchen handelt, kann diesem natürlichen Hungergefühl ruhig nachgegeben werden. Weil der Magen immer mehr nach oben gedrängt wird, sind viele kleine Mahlzeiten in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft besser als wenige große. Wichtig ist, viel zu trinken. Mindestens 8 Gläser Wasser am Tag sollten es schon sein. Ein Körper, der zu wenig Flüssigkeit bekommt, dehydriert leicht. Besonders bei Zwillingsschwangerschaften ist dann das Risiko einer Frühgeburt gegeben.
 
Die Mutterschutzfrist vor der Geburt beträgt wie üblich 6 Wochen, wobei die wenigsten Frauen tatsächlich bis 6 Wochen vor der Geburt arbeiten. Viele von ihnen werden schon vorher krankgeschrieben, um die Schwangerschaft so lange es geht aufrecht zu erhalten. Nach der Geburt beträgt die Mutterschutzfrist 12 Wochen, also 4 Wochen länger als nach einer normalen Schwangerschaft.
 

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