Wichtiges zur Nabelpflege
Trocken halten
Der Nabel des Babys braucht im Grunde keine besondere Pflege. Nach der Geburt wird er wenige Zentimeter vor Babys Bauch abgeklemmt. Dieser Nabelschnurrest fällt von allein ab, sobald er genügend ausgetrocknet ist. Es reicht eigentlich, den Nabel immer schön trocken zu halten, damit er in Ruhe abheilen kann. In der heutigen Zeit ist es meist üblich, den Nabel ganz in Ruhe zu lassen. Obwohl manche Hebammen immer noch Nabelbinden oder Kompressen benutzen, um den Nabelgrund trocken zu halten, kommt der Nabel auch ohne aus. Die Mutter kann und darf selbst entscheiden, mit welcher Methode sie am besten zurecht kommt.
So oder so ist es wichtig, dass weder Urin noch Stuhl mit dem Nabel in Berührung kommen. Dafür wird die Windel vorn einfach einmal umgeklappt, sodass der Nabel nicht in der Windel eingepackt ist. Auch nach dem Abfallen des Nabelschnurrests ist es weiterhin wichtig, den Nabel trocken zu halten. Der Nabelschnurrest fällt meistens am dritten oder vierten Tag nach der Geburt ab, manche halten sich aber auch hartnäckig bis vierzehn Tage nach der Geburt. Das ist durchaus im Bereich des Normalen. Dass der Nabel trocken gehalten werden muss gilt nicht nur für die Zeit des Abheilens. Auch danach, wenn äußerlich nichts mehr zu erkennen ist, sollte der Nabel möglichst nach dem Baden immer sorgfältig abgetrocknet werden. Dafür wird am besten ein weiches Tuch verwendet. Zum Trocknen der kleinen Hautfältchen wird der Nabel ganz leicht auseinander gezogen und sanft trocken getupft.
Hilfe für den entzündeten Nabel
Nicht immer heilt ein Nabel komplikationslos ab. Er kann sich röten, nässen oder manchmal sogar eitern. In leichteren Fällen kann die Mutter selbst etwas tun, damit der Nabel besser abheilt. Neben dem Trockenhalten kann auf die entzündeten Stellen eine Wundsalbe aufgetragen werden. Früher wurde von Hebammen empfohlen, Muttermilch auf den Nabel zu träufeln. Davon wird heute eher wieder abgeraten. Spätestens wenn der Nabel des Babys beginnt zu eitern und das Baby sogar Fieber bekommt, muss der Arzt konsultiert werden, der dann eine entsprechende Behandlung einleitet.