SIDS
Sudden Infant Death SyndromeVom Plötzlichen Kindstod, kurz SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) sind meist Säuglinge im Alter zwischen sechs und zwölf Wochen betroffen. Ganz gebannt ist die Gefahr aber erst mit einem Jahr. Statistiken besagen, dass von 10.000 Babys zwischen dreizehn und fünfzehn Babys betroffen sind. Stärker betroffen sind Jungen, Babys aus ärmeren Familienverhältnissen, nachgeborene Babys sowie Babys, die mit der Flasche ernährt werden. Mädchen, Stillkinder sowie Babys aus Familien mit gutem finanziellen Hintergrund sind weitaus weniger betroffen.
Als einer der Auslöser für SIDS werden Erkrankungen der Atemwege angesehen. Darunter sind Asphyxie, Zyanose, aber auch normale Infektionen der Atemwege. In den meisten Fällen müssen jedoch mehrere Faktoren zusammen kommen, damit es zum Plötzlichen Kindstod oder Krippentod kommt. Bei manchen Babys rutscht der Kehlkopf im Alter von drei Monaten zu weit in den Hals, wodurch das Atemzentrum des Gehirns gestört wird. Weiterhin werden fehlgeleitete Gehirnfunktionen, Atemwegsanomalien sowie schwer verlaufende Infektionen als Ursachen angesehen. Ferner gelten Überhitzung, Mangelernährung bzw. Unterversorgung mit bestimmten Vitaminen, Lebensmittelvergiftungen und Überfunktionen der Schilddüse als Auslöser.
Die WHO empfiehlt einen ausreichend großen Abstand zwischen den Schwangerschaften. Zwischen den Schwangerschaften sollten bestenfalls drei Jahre liegen. Junge Mädchen sollten nicht zu früh schwanger werden. Dass werdende Mütter weder Alkohol noch Nikotin oder Drogen konsumieren sollten, versteht sich von selbst. Weiterhin wird das Stillen über einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten empfohlen.
Die internationale Stiftung, die sich mit dem Plötzlichen Kindstod befasst, empfiehlt, das Baby ohne Decken und Kissen, sondern nur in einem Schlafsack auf dem Rücken liegend in das Bett zu legen. Die Raumtemperatur sollte bei 16 bis 18 Grad liegen. Das Baby sollte in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen. Von dem Schlafen im Eltern- oder Familienbett wird abgeraten, allerdings gehen die Meinungen hier auseinander. Jedoch sollte das Baby nicht im Elternbett schlafen, wenn die Eltern Alkohol getrunken oder Drogen konsumiert haben. Weiterhin sollten Geschwister nicht direkt neben dem Baby schlafen, weil sie sich im Schlaf versehentlich auf das Baby legen könnten.