Schwangerschaftsbeschwerden
Übelkeit
Die meisten Schwangeren sind im ersten Schwangerschaftsdrittel von Übelkeit geplagt. Bei manchen stellt sich nur ein flaues Gefühl im Magen ein, welches am Morgen am schlimmsten ist, aber den ganzen Tag über anhalten kann. Viele Frauen leiden zudem unter Erbrechen, vor allem morgens nach dem Aufstehen. Für manche kann es hilfreich sein, bereits vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit zu essen oder zu trinken. Was am besten bekommt, muss jede Frau selbst ausprobieren. Viele kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, halten den Blutzuckerspiegel konstant und helfen gegen Magengrummeln. Homöopathische Globuli oder vom Arzt verordnete Medikamente gegen Übelkeit helfen durch diese erste schlimme Zeit. Auf den oft empfohlenen Genuss von Ingwer, egal in welcher Form, sollte besser verzichtet werden, weil dadurch Wehen ausgelöst werden können. Und genau das soll in der Frühschwangerschaft möglichst vermieden werden. Ein geringer Prozentsatz der Schwangeren leidet unter unstillbarem Erbrechen. Die Schwangeren können gar nichts bei sich behalten und müssen gegebenenfalls stationär eingewiesen und über einen Tropf ernährt werden, damit das Baby gut versorgt wird. Die Übelkeit beginnt meistens zwischen der 6. und 8. Schwangerschaftswoche und hört in der 12. Woche auf. Es gibt jedoch Schwangere, die sich damit bis zur 20. Woche oder noch länger herumplagen müssen.
Sodbrennen
Sodbrennen kann schon in der Frühschwangerschaft als Begleitsymptom der Übelkeit auftreten. Am häufigsten jedoch kommt sie im dritten Trimester vor, wenn der wachsende Babybauch sämtliche Organe nach oben drückt. Dann kommt es oft vor, dass Magensäure in die Speiseröhre läuft. Gegen Sodbrennen gibt es neben säurebindenden Medikamenten aus der Apotheke einige Hausmittel, die hilfreich sein können. Ausprobieren lohnt sich. Das Kauen einiger Mandeln oder eines Esslöffels voll trockener Haferflocken hilft dabei, die Säure zu binden. Ebenfalls hilfreich kann das Trinken von Milch oder Fencheltee direkt nach dem Essen sein. Hebammen empfehlen manchmal, einen Löffel Senf oder Zitronensaft zu sich zu nehmen. Obwohl diese Mittel zunächst abwegig erscheinen, haben sie schon viele Schwangere überzeugt. In der Nacht sollte der Kopf höher gelagert werden, damit nicht so viel Magensäure zurückfließen kann.
Rückenschmerzen
Mit wachsendem Bauch gehen viele Schwangere ins Hohlkreuz. Die Folge sind Rückenschmerzen. Die richtige Körperhaltung kann hier gegensteuern. Also, immer schön den Rücken gerade halten, auch wenn es manchmal schwer fällt. Eine schöne Übung, um den Rücken zu entlasten, ist der sogenannte Katzenbuckel. Dabei geht die Schwangere in den Vierfüßlerstand und macht den Rücken ganz rund. Zwischendurch locker lassen. Diese Übung kann mehrmals hintereinander und auch mehrmals am Tag durchgeführt werden. Auch Schwimmen wirkt sich positiv aus, denn auch hier wird das Gewicht des Babys vom Wasser getragen, wodurch die Muskulatur sich entspannen kann.
Verstopfung
Die Schwangerschaftshormone, die die Gebärmutter ruhig stellen, führen dazu, dass auch der Darm träge wird. Verstopfung ist deshalb ein weit verbreitetes Problem unter Schwangeren. Noch schlimmer wird es, wenn die Schwangere Eisentabletten nehmen muss. Um den Darm auf Trab zu bringen, hilft eine ballaststoffreiche Ernährung und trinken, trinken, trinken. Um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen, sollte öfter einmal ein Löffel Leinsamen in den Joghurt gerührt werden. Auch ein paar über Nacht eingeweichte Trockenpflaumen, auf nüchternen Magen gegessen, können hilfreich sein. Ärztlich verordnete Eisentabletten sollten jedoch keinesfalls eigenmächtig abgesetzt werden. Vielleicht kann es schon helfen, die Tabletten nur alle zwei Tage einzunehmen und zusätzlich auf Alternativen umzusteigen (Kräuterblutsaft, rote Säfte wie Rote Bete Saft oder Schwarzer Johannisbeersaft). Wenn gar nichts mehr geht, schafft ein Klistier aus der Apotheke Abhilfe. Das sollte jedoch nicht zur Gewohnheit werden. Besser ist es, mit Hilfe der Ernährung für eine geregelte Verdauung zu sorgen.
Schlaflosigkeit
In den letzten Wochen der Schwangerschaft bekommen die meisten Frauen nur noch wenig Schlaf. Sie werden nachts wach, weil das Baby auf die Blase drückt und der Gang zur Toilette unvermeidlich wird. Oft wird das Kleine auch erst richtig wach, wenn die Mutter im Bett liegt und schlafen will. Eigentlich ist dies eine gute Einrichtung der Natur, denn so gewöhnt die Mutter sich schon während der Schwangerschaft daran, dass die Nächte bald etwas unruhiger werden. Das Schlafen wird durch den gewaltigen Bauch mitunter ziemlich unbequem. Viele stützende Kissen im Rücken, vor und unter dem Bauch sowie zwischen den Knien können hier helfen. Wenn die Schwangere nachts wach liegt, weil sie von Albträumen geplagt wird und nicht wieder einschlafen kann, sollte sie sich nicht zum Schlafen zwingen. Lieber aufstehen, ein wenig lesen, ein warmes Bad nehmen, einen beruhigenden Tee oder eine heiße Milch mit Honig trinken und dann wieder ins Bett gehen, wenn die Müdigkeit zurückkommt. Wenn möglich, sollten dann tagsüber Pausen für ein Nickerchen eingelegt werden, um den versäumten Nachtschlaf nachzuholen.