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Geburtsvorbereitungskurs

 
Ein Geburtsvorbereitungskurs wird oft als Hechelkurs belächelt. Er ist jedoch viel mehr als nur das. Zwar gehören die richtigen Atemtechniken, die während der Wehen Anwendung finden sollen, auch zum Programm eines solchen Kurses. Aber ein gut organisierter Geburtsvorbereitungskurs vermittelt darüber hinaus eine Menge Wissen rund um das Thema Geburt, Wochenbett und Stillen.


 
Ein Geburtsvorbereitungskurs wird von selbständigen Hebammen, aber auch in Geburtskliniken unter Anleitung einer angestellten Hebamme angeboten. Ein Geburtsvorbereitungskurs dauert mehrere Wochen und sollte nicht zu knapp vor der Geburt stattfinden. Eine rechtzeitige Anmeldung ist deshalb wichtig. In dem Kurs bespricht die Hebamme mit den Schwangeren, wie die Geburt abläuft. Veranschaulicht wird das Ganze anhand von Schaubildern und Modellen. Die verschiedenen Phasen der Geburt werden besprochen und die dafür nötigen Atemtechniken eingeübt. Schmerzmittel von der Homöopathie bis hin zur PDA bleiben nicht außen vor und nehmen den Schwangeren ein wenig Angst vor dem Wehenschmerz. Weiterhin lernen die Schwangeren, was sie im Wochenbett erwartet. Auch das Thema Stillen, Flaschennahrung und Babypflege kommen nicht zu kurz. Entspannungsübungen runden das Angebot ab.
 
Geburtsvorbereitungskurse werden für Schwangere allein oder als Partnerkurse angeboten. Wenn der Partner nicht die ganze Zeit an dem Kurs teilnehmen kann oder möchte, gibt es noch die Option eines einzelnen Partnerabends. Schließlich sollte der werdende Vater ein wenig Bescheid wissen, wie er seine Frau während der Geburt sinnvoll unterstützen kann. Während des Kurses stehen weiterhin Besichtigungen der nahe gelegenen Geburtskliniken statt, damit das Paar sich im Vorfeld für eine Klinik entscheiden kann. Auch an dieser Veranstaltung sollte der Partner teilnehmen.
 
Ein Geburtsvorbereitungskurs ist nicht nur für Schwangere sinnvoll, die zum ersten Mal ein Baby bekommen. Auch Zweit- oder Mehrgebärende dürfen von dem Angebot Gebrauch machen. Auch wenn sie vielleicht von der letzten Geburt noch wissen, was sie erwartet, bietet ein Abend in der Woche Gelegenheit, sich ganz dem Baby im Bauch zu widmen, was ja doch im Alltag mit einem oder mehreren Kindern oft zu kurz kommt. Die Schwangern genießen den Austausch mit anderen und können nicht nur den einen oder anderen Tipp weitergeben, sondern vor allem auch besprechen, was bei der letzten Geburt nicht so gut gelaufen ist. Nach einer traumatischen Geburt ist die Hebamme der richtige Ansprechpartner, um die Ängste vor der nächsten Geburt zu nehmen. Für diejenigen, denen ein herkömmlicher Geburtsvorbereitungskurs zu langweilig ist, gibt es mittlerweile aber auch vielfältige Alternativen wie zum Beispiel Schwangeren-Yoga, Aquagymnastik oder Schwimmen.
 

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