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Fernlehrgang

 
Personalführung, Public Relations, Marketing, Logistikmanagement, Italienisch-, Englisch- und Französisch Sprachkurse, Drehbuchautor, digitale Fotografie oder das Abitur – Fernlehrgänge gibt es zu allen Themen, Berufszweigen und Wissensgebieten. Anders als beispielsweise ein Fernstudium erlauben sie, sich in einem ganz speziellen Bereich oder für ein bestimmtes Berufsbild fortzubilden. Angeboten werden solche Kurse sowohl von großen Unternehmen, die zum Teil über 200 Fernlehrgänge im Programm haben und damit nahezu die gesamte Palette der Weiterbildungsmöglichkeiten abdecken, als auch von Spezialisten, die sich auf einen Beruf oder ein Thema wie zum Beispiel PC-Kenntnisse oder den professionellen Umgang mit Software konzentrieren. Entscheidend ist, dass Preis und Leistung stimmen.


 
Auch bei Fernlehrgängen sind Ansprechpartner wichtig
 
Dabei kommt es zum einen darauf an, dass die Lernmaterialien gut aufbereitet und leicht verständlich sind. Zum anderen muss, bei eventuellen Rückfragen oder Problemen, ein Ansprechpartner erreichbar sein – telefonisch oder online. Darüber hinaus sollten Interessenten darauf achten, dass sie einen aussagekräftigen Beleg über die erfolgreiche Teilnahme am Fernlehrgang erhalten.
 
Anerkannt sind vor allem Kurse, für die eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder ähnlichen Einrichtungen abgelegt werden muss. Schließlich dient eine Fortbildung in erster Linie dazu, beruflich den einen um anderen Schritt nach vorne zu kommen. Da machen sich Kurse, die man freiwillig absolviert und abgeschlossen hat, immer gut. Wobei es hierbei durchaus einen Unterschied macht, ob eine Bürokraft nun einen Kursus in Finanzbuchhaltung belegt oder sich zum Feng Shui-Berater ausbilden lässt. Favorisiert werden sollten Kurse, die einen Bezug zum jetzigen oder zum angestrebten Beruf haben. Alles andere ragt mehr in den Bereich Hobby.
 
Fernlehrgänge bieten ausreichend Flexibilität
 
Abgesehen davon, dass mit Fernlehrgängen ganz punktuell Wissen aufgebaut werden kann, besteht der größte Vorteil in der freien Zeiteinteilung. Das wissen vor allem Eltern zu schätzen, die aufgrund kleiner Kinder nur schwer feste Termine einhalten können. Zudem spart man sich den Weg zur Schule bzw. Fortbildungseinrichtung. Die Lernmaterialien können in Ruhe zu Hause studiert und bearbeitet werden. Ob die Unterlagen per Post kommen oder als Download zur Verfügung stehen, richtet sich nach dem Anbieter und dem Umfang des Materials.
 
Weitere Vorteile sind: Es gibt keinen Konkurrenzdruck wie bei Fortbildungen mit Anwesenheitspflicht und die Kurse oder einzelne Sitzungen fallen nicht aus. Selbst, wenn ein Dozent krank wird oder man als Teilnehmer während der Woche keine Zeit hatte, das gesamte Pensum zu schaffen, bleibt man weitgehend flexibel. Nicht aus den Augen lassen sollte man mögliche Prüfungstermine.
 
Kein direkter Austausch mit dem Dozenten
 
Den positiven Seiten von Fernlehrgängen stehen allerdings auch negative Aspekte entgegen. Wer Wert auf den direkten Austausch mit anderen Teilnehmern oder den Dozenten legt, wird bei dieser Art der Fortbildung enttäuscht. Zwar kann in der Regel Kontakt mit den Lehrern aufgenommen werden und gibt es teilweise auch Portale, in denen ein virtueller Plausch mit anderen Schülern möglich ist. Das lässt sich jedoch nicht mit den Gesprächen vergleichen, die unter vier oder sechs Augen stattfinden. Außen vor bleiben zudem Kursangebote, die handwerkliche oder praktische Fähigkeiten vermitteln sollen. Sie lassen sich via Internet oder Brief nur schwer vermitteln. Ob ein Fernlehrgang nun geeignet ist, das gewünschte Ziel zu erreichen, muss genau ausgelotet werden, auch im Hinblick auf die Kosten für den Kursus.

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