Sie sind hier: babyschuhe123.de > Krankheiten > 3-Monats-Koliken Sonntag, den 05. September 2010

3-Monats-Koliken

Was nun?
 
Nicht wenige Babys leiden in den ersten Monaten unter den sogenannten 3-Monats-Koliken, wobei sowohl der Begriff als auch die Definition sehr umstritten sind. Die Dreimonatskoliken beginnen etwa 14 Tage nach der Geburt und hören irgendwann nach dem dritten, spätestens nach dem vierten Lebensmonat wieder auf. Daher kommt der Begriff 3-Monats-Koliken.
 
Charakteristisch für diese 3-Monats-Koliken ist ein schrilles, anhaltendes Schreien des Babys. Dabei zieht es die Beine ruckartig an den Körper. Das Baby leidet unter Blähungen, die sein Allgemeinbefinden stark beeinträchtigen. Durch das Schreien sammelt sich wiederum Luft im Bauch des Babys, wodurch die Blähungen noch verstärkt werden. Ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist.


 
Welche Ursachen für die Dreimonatskoliken verantwortlich sind, ist unter Medizinern sehr umstritten. Während früher davon ausgegangen wurde, dass es zum größten Teil an der Ernährung liegt, wenn die Babys Blähungen bekommen, kann diese These so nicht mehr aufrecht erhalten werden. Natürlich gibt es viele Stillbabys, die empfindlich darauf reagieren, was die Mutter isst. Zwiebeln, Hülsenfrüchte und andere blähende Speisen sollten deshalb vor ein paar Jahren noch weitgehend vermieden werden. Heute wird eher dazu übergegangen, erst einmal die gesunde Ernährung der Mutter sicherzustellen und einfach auszuprobieren, worauf das Baby reagiert. Diese Nahrungsmittel können dann immer noch vom Speiseplan gestrichen werden. Manchmal reagieren Babys sogar empfindlich, wenn die Mutter Kuhmilchprodukte zu sich nimmt.
 
Als andere Ursache wird weitläufig angesehen, dass das Baby zu hastig trinkt und dadurch zu viel Luft schluckt, welche dann zu den gefürchteten Blähungen führt. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob es sich um ein Stillbaby handelt oder um ein Baby, welches mit der Flasche gefüttert wird. Mediziner stehen aber auch dieser These skeptisch gegenüber. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Babys, die unter den sogenannten 3-Monats-Koliken leiden, noch nicht reif für die Welt außerhalb des Mutterleibs sind und ihren Unmut durch das Schreien kundtun.
 
Eine möglichst stressfreie, ruhige Umgebung und ein ruhiger, sicherer Umgang mit dem Baby kann schon sehr viel dazu beitragen, das Schreien abzumildern. Viele Babys fühlen sich im Tragetuch sehr wohl und schreien durch die körperliche Nähe und den mütterlichen Herzschlag deutlich weniger. Wenn das Baby unter Blähungen leidet, wirken kreisförmige Bauchmassagen wohltuend und lindernd. Hierfür wird der Bauch rund um den Nabel im Uhrzeigersinn ohne großen Druck massiert. Sogenannte Windsalben- oder öle verstärken die wohltuende Wirkung noch. Auch das Tragen im Fliegergriff hilft dabei, dass die Bauchmuskulatur des Babys sich entspannt und sich die Blähungen lösen. Dafür ruht der Kopf des Babys in Bauchlage in der einen Armbeuge, während die andere Hand unter den Bauch des Babys greift. Spätestens nach vier Monaten ist auch ein 3-Monats-Koliken-Baby endgültig auf der Welt angekommen und die lästigen Blähungen gehören der Vergangenheit an.
 

Anzeigen